Die Ausstellung Monochromosomen umfasst, abgeleitet vom einfachen Chromosomensatz im Menschen, Werke von 23 Künstlern aus ganz Deutschland. Der Neologismus „Monochromosomen“ setzt sich aus den griechischen Worten μόνος(monos) = einzig, χρῶμα(chroma) = Farbe; σῶμα(soma) = Körper zusammen. Dementsprechend wurden Werke ausgewählt, die sich mit den Themen Monochromatik und / oder Körperlichkeit auseinandersetzen, sei es inhaltlich oder formal. So sind in der Ausstellung technisch wie thematisch ganz unterschiedliche Positionen zu sehen:

Katharina Lehmann (München) , Bella Wiedl (München) und Isabelle Dyckerhoff (München) befassen sich in den hier gezeigten, monochromen Werken und in ihren je eigenen Materialien – Faden, Gips oder Papier – mit den Möglichkeiten, die Zweidimensionalität der Leinwand oder des Papiers zu überwinden, die Grenzen des Plastischen auszuloten und die Wirkung des Lichts als wichtiges Bildelement mitzudenken.

Stephan Reichmann (Leipzig / Berlin) , Ute Nagelschmidt (Leverkusen) und Tomas Nittner (München) thematisieren in ihren monochromen Werken die Schnittstelle zwischen Ebene und Raum. Durch Farbabstufung, Objektcharakter und thematischen Bezug oder durch die Art und Weise des Farbauftrags selbst, entsteht Tiefe und Körperlichkeit.

Analía Martinez (München) und Martin Blumöhr (München) erzeugen in ihren zweifarbigen Werken auf beeindruckend indirekte Weise menschliche oder tierische Figuren - als Silhouette oder als Ergebnis eines äußerst geschickten Drippings, bei dem die Figur nur aus Tropfen und Farblinien entsteht.

Loreen Hinz (Leipzig) , Katrin Brand (Hersbruck), Michal Plata (Amsterdam) und Satoshi Hoshi (Berlin) beschäftigen sich in ihren polychromen Werken mit der Darstellung des menschlichen Körpers selbst. Dieser wird dabei entweder fotografisch erst generiert, als Collage materialisiert oder malerisch dekonstruiert und irrealisiert.

Die Werke von Heike Ratfisch (München) und Maximilian Schranner (München) befassen sich in malerisch-realistischer Darstellung ganz anorganisch mit den Themen Körperlichkeit und Stofflichkeit – als malerische Nachbildung eines goldenen Gewebes oder indem die realistische Abbildung einer Leinwand à la Fontana selbst die Leinwand füllt.

Albert Lohr (München) und Jasmin Weiler (München) nähern sich dem Thema Monochromosomen auf biologische Weise: Sie setzen in den hier gezeigten Arbeiten organisches und naturwissenschaftliches Formvokabular in monochrome Kunstwerke um.

Die Farbigkeit und die vielschichtige Auseinandersetzung mit ihr bilden den Ausgangspunkt der Werke von David John Flynn (München) und Maria Wallenstål-Schoenberg (München). Die reduzierten Werke bekommen durch Transparenzen oder durch das Zutagetreten von unter der obersten Farbschicht liegenden Farbflächen an den Rändern eine ideelle Tiefenwirkung, die die Geschichte des Entstehungsprozesses nacherzählt und den genuin gegenstandslosen Werken ein formal narratives Moment verleiht.

Fabian Treiber (Stuttgart) und Matthias Moravek (Berlin) befassen sich mit dem Körper des Kunstwerks selbst: Verschiedene Schichten, die sich im Nebeneinander gegeneinander abgrenzen, untereinander und isoliert voneinander mit dem Betrachter in Dialog treten, erzeugen im Zusammenspiel eine plastische, körperhafte Wirkung, sei es abstrakt oder gegenständlich oder an der Schnittstelle zwischen beidem.

Michel Lamoller (Berlin) , Sven Kierst (Düsseldorf) und Raphael Krome (München) setzen sich fotografisch mit der Körperlichkeit auseinander. Sogenannte Layerscapes brechen durch handwerklich-analoge Bildbearbeitung die Zweidimensionalität des Mediums formal auf, thematische Bezüge auf Körperlichkeit durch Personifizierungen oder effektvolle Dekontextualisierungen von kräftigen Farbkörpern bereichern die fotografische Beschäftigung mit Körperlichkeit um wertvolle Positionen.

Die Künstler und das Team von Electric Artcube freuen sich auf Ihren Besuch!

Die Ausstellung ist zu den folgenden Zeiten geöffnet:

Donnerstag, 09. April, ab 19 Uhr
Freitag, 10. April, 14 bis 20 Uhr
Samstag, 11. April, 14 bis 20 Uhr
Sonntag, 12. April 12 bis 17 Uhr


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